Exkursion: Klausen

Mittwoch 14.11.18

«Mit Technologien das Potenzial der Gefahrenzonenplanung erschließen“» ist das Motto der Fachexkursion nach Klausen. Die Bürgermeisterin Maria Gasser wird die Herausforderungen der Gemeinde im Umgang mit den Naturgefahren aufzeigen. Experten präsentieren Technologien, Produkte und neuartige Planungslösungen vor Ort. Die Community der alpinen Experten ist eingeladen, das Einsatzpotenzial zu entdecken.



Innovationen

Sentinel Alpine Observatory
Eurac research
Sentinel Alpine Observatory (SAO) von Eurac Research nutzt Satellitendaten und insbesondere die Daten des ESA COPERNICUS-Programms zur Überwachung der Umweltdynamik in den Alpen. Über eine Webplattform werden Produkte zur Überwachung von Schnee, Bodenfeuchte, Vegetationsindizes, Erdrutschen und Waldänderungskarten zur Verfügung gestellt, die die Datenvisualisierung vereinfacht und den Benutzern ermöglicht, mithilfe von Cloud-Computing-Services benutzerdefinierte Analysen durchzuführen.

Innovative Aspekte des Gefahrenzonenplans
der Gemeinde Klausen

in.ge.na.
Das Hauptziel des Projekts der hydraulischen Gefahrenminderungsarbeiten der Stadt Klausen (BZ) ist die Entschärfung der Gefahrenzonen (H4) in den exponiertesten/schandensanfälligsten Zonen (R4), um eine Erhöhung der Gefahren in den verbleibenden Hochwasserzonen zu vermeiden. In diesem Sinne wurden die hydraulischen Untersuchungen vor der Planung eingehend analysiert und ein Vorprojekt für die Gesamtmaßnahme sowie ein endgültiges Projekt für ein erstes Los erstellt. Die Präsentation konzentriert sich auf die Komplexität der bisher geleisteten Arbeit.

WEQUI-Methode zur Bewertung der ökomorphologischen
Qualität eines Gewässers

Maccaferri Innovation Center
WEQUI ist eine neue Methode zur Bewertung von Flussökosystemen, die vom Maccaferri Innovation Center, MAVTech, Naturstudio und der Freien Universität Bozen im Rahmen des EFRE-Projekts "WEQUAL" entwickelt wurde. WEQUI ermöglicht die Beurteilung der ökomorphologischen Qualität eines Wasserlaufs, auch mit Hilfe von High-Tech-Sensoren, die an eine Drohne montiert sind. WEQUI kann von Planern angewendet werden, um die langfristigen Folgen eines Eingriffs auf das Qualitätsniveau abzuschätzen.

DISPLAYCE: IoT zum Monitoring und zur
Frühwarnung von Massenbewegungen

Yetitmoves c/o geoprobe
DISPLAYCE ist die Lösung zur Überwachung langsamer Massenbewegungen von Böden und von Strukturen. Das System besteht aus einem Netzwerk von GPS / GNSS-Empfängern, Übertragungsmodems und Software zur Datenanalyse, um Bewegungen im Millimeterbereich zu erkennen. Das System umfasst Anwendungen zur Echtzeitanzeige von Messwerten auf der Karte und zur Generierung von E-Mail-Benachrichtigungen.

Datenerfassung mittels
Drohne und Multispektralkamera

MAVTech
Mavtech GmbH hat eine Drohne entwickelt, die einen Multispektralsensor zur Erfassung von Bodeninformationen mit Spektralkamera mit einer hoher räumlicher und zeitlicher Auflösung einsetzt. Die Kamera (zur Erfassung von weiträumigen Gebieten kann diese auch auf Fixflügler montiert werden) liefert multispektrale Orthofotos, zusammengesetzte Bilder und vegetative Indizes. Die verarbeiteten Daten können in LiDAR-Daten oder digitale Geländemodelle integriert werden, um weitere Analysen zur Umweltqualität des Flussgebiets durchzuführen.

Das Projekt innoalptec (EFRE1060) ist durch die Europäische Union und den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert