Naturgefahrenmanagement in Südtirol:
im Spannungsfeld zwischen Mensch, Berg und Technologie

In einer alpinen Region wie Südtirol ist die Bevölkerung stetig mit verschiedenen Naturgefahren konfrontiert. Das Spektrum reicht von Lawinen über Hochwasser bis zum Steinschlag. Seit vielen Jahrhunderten wird daher im gesamten Alpenraum versucht, den Lebensraum und die dazugehörige Infrastruktur zu schützen. So errichtete die Bevölkerung im Nordtiroler Galtür bereits im 17. Jahrhundert die ersten Lawinenschutzmauern.

In den vergangenen Jahrzehnten haben sich die Siedlungsräume und Infrastrukturen massiv verändert und entwickelt. 2018 leben in Südtirol fast 530.000 Menschen. Die Tourismusdestination Südtirol zählt jährlich mehr als sieben Millionen Ankünfte. Und auf einer der wichtigsten Verkehrsachsen Europas, der Brennerautobahn, fahren täglich 40.000 Fahrzeuge.

Vor diesem Hintergrund hat der nachhaltige Schutz vor Naturgefahren einen höheren Stellenwert denn je. Im Spannungsfeld zwischen Mensch, Berg und Technologie gilt es, neue Lösungen zu entwickeln und auf veränderte Rahmenbedingungen – Stichwort Klimawandel – zu reagieren. Dabei kommt der Zusammenarbeit der verschiedenen Partner – von der Verwaltung über Forschungseinrichtungen bis zu den Unternehmen – besondere Bedeutung zu.
Um innovative Lösungen zu entwickeln, ist das Know-how aller Beteiligten die wichtigste Grundlage – und der Blick über den sprichwörtlichen Tellerrand unabdingbar.

Das Projekt innoalptec (EFRE1060) ist durch die Europäische Union und den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert