Wartung und instandhaltung
von wasserkraftwerken

Spannungsfeld Mensch – Berg – Technologie

Sprühende Wasserfälle, frische Alpenbäche, reißende Flüsse: Die Ressource Wasser trägt nicht nur maßgeblich zur landschaftlichen Schönheit der Alpenregion Südtirol bei. Sie ist auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Seit dem späten 19. Jahrhundert ist die Wasserkraft das Rückgrat der Südtiroler Energieversorgung. Mit 29 Großkraftwerken, knapp 1000 kleinen und mittleren Anlagen und einer Produktion von weit mehr als 6000 Gigawattstunden im Jahr kann die Green Region ihren Bedarf an elektrischer Energie vollständig aus der erneuerbaren Quelle decken, um ihn in den Sommermonaten auch weit zu übertreffen. Das Know-how, das sich aus der langen Erfahrung mit dem „Weißen Gold“ entwickelt hat, macht Südtirol zu einem Kompetenzzentrum für Wasserkraft im Alpenraum und einem begehrten Treffpunkt von internationalen Experten in diesem Bereich.

Good Practice: Sedimentraumbewirtschaftung

Sedimente sind ein natürlicher und wichtiger Bestandteil von alpinen Gewässern. In den Staubecken wird der natürliche Fließprozess der Sedimente allerdings gehemmt: Die Sedimente sinken auf den Boden des Staubeckens und verlanden die Struktur. Die Kapazität des Stauraums wird verringert, die Energieproduktion eingeschränkt. Kenntnisse über den Transport von suspendiertem Sediment sind in den Bereichen Flussbau, Wasserwirtschaft, Klimawandel, Landwirtschaft und Ökologie von Bedeutung.

Das Know-how hinter dem Projekt
Sedimentraumbewirtschaftung nach herkömmlichen Methoden wie etwa durch Stauraumspülungen ist ökologisch folgenschwer. Klassische Saugbaggeranlagen sind vor allem für kleine Entnahmemengen aufgrund der hohen Aufstellungspreise für den Betreiber nicht kosteneffizient.
Die Technologie
Bei Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten ist es besonders wichtig, dass der Wertschöpfungsprozess möglichst ungestört weiterläuft. Deshalb wurde eine modulare Anlage entwickelt, die nicht nur die punktuelle Freilegung von Ablassventilen oder Einlaufkanälen, sondern auch großflächige Entlandungsarbeiten in Stauräumen ermöglicht. Dadurch werden die Kosten für den Betreiber im Vergleich zu herkömmlichen Methoden gesenkt und die kontrollierte Rückführung der Sedimente in den Flusslauf gilt für das Ökosystem als unbedenklich.

Experten in unserem Netzwerk:

  • Hydro Safety
  • Idroservice Italia
  • Teso
  • Alperia Greenpower
  • Cartorender
  • Freie Universität Bozen

Das Projekt innoalptec (EFRE1060) ist durch die Europäische Union und den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert